"Die Kurdische Sprache"
Kurdisch-Türkischer
Dialog
Mit dieser Veranstaltung möchten wir, dass die Türken die
Vorurteile gegenüber den Kurden abbauen können, indem die Kurden sie über das
Kurdenproblem aufklären und offene Fragen beantworten. Durch diese Begegnung
sollten auch die Beziehungen zwischen beiden Parteien verbessert und die
Kommunikation erhöht werden.
Die Lösung der Kurdenfrage ist dann möglich, wenn das
Selbstbestimmungsrecht der Kurd/innen von den Türk/innen anerkannt wird. Alle
nationalen Rechte, über die bis jetzt die Türk/innen verfügen, sollen auch den
Kurd/innen zuerkannt werden. Die nationalen Institutionen, die die Türk/innen
besitzen, sollen auch Kurd/innen besitzen. Und die am sinnvollsten geeignete
Form ist die auf dem gleichen Recht für ALLE basierende Föderation. Die
föderative Struktur, die auf Einverständnis der Völker aufgebaut ist, sichert
nationale und demokratische Rechte, bringt dem Land den Fortschritt und
Entwicklung. Der Austausch wurde mit interessierten Teilnehmer/innen geführt.
Veranstaltungsort:
KKH e.V. Paul-Lincke-Ufer 44a, 10999 Berlin
Am 26.11.2010 von 15.00 bis 17.00 Uhr
Tag der offenen Tür
Bericht
Ort: Nogatstr. 5 12051 Berlin U/S-Bahn Neukölln
-------------------------------------------------------------------------------------------
Di derbarê olên cure cure
de agahdarî (Êzîdî, Elewî, Sunnî, Xiristîyan, Cuhî)
Veranstaltungsreihe April-Juli 2010
------------------------------------------
PBF - Projekt Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen
Ort: Schönstedtstr. 7 12043 Berlin U-Bahn Rathaus Neukölln
Am 10.06.2010, stellten sich zwei Projekte, „PBF- Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen“ und „Bleiberecht durch Arbeit“ des Kurdistans Kultur- und Hilfsverein e.V., in den neuen Räumen der Schönstedtstraße in Neukölln, bei einen Tag der offenen Tür, vor.
Veranstaltung 1: Eziden am 29.04.2010
Veranstaltung 2: Alewiten am 20.05.2010
Veranstaltung 3: Sunniten am 03.06.2010
Veranstaltung 4: Christen am 17.06.2021
Veranstaltung 5: Juden am 01.07.2021
Veranstaltung 6: Finale, Podiumsdiskussion mit allen Religionsvertretern am 06. 07.2010
---------------------------------------------------------------------------------------------------
Veranstaltungen der Vereinigung kurdische Ärzte in Deutschland im Verein
Zahnkaries
von Dr. Hajo ist am 25.04.2010 um 12.00 Uhr
Zahnkaries vermeiden von Dr. Mihmud ist am 30.05.2010 um 12.00 Uhr
Augenerkrankungen von Dr. Moustafa ist am 27.06.2010 um 12.00 Uhr
...............................................................................................................................................................................
2622 Jahre kurdisches Neujahrsfest-
Die Feier von KOMKAR Berlin und dem Kurdistan Kultur- und Hilfsverein am 13. März 2010
Am 13.3.2010 feierten KOMKAR Berlin und der Kurdistan Kultur- und Hilfsverein KKH in der Berliner Urania das kurdische Newrozfest. Newroz, auf deutsch Neujahr, ist am 21. März jedes Jahres. Es ist der höchste Feiertag der Kurden. Zur Eröffnung erklärte die Moderatorin Medya Kofli die Bedeutung des Newrozfestes: Seine gemeinsame Feier in allen Teilen Kurdistans drückt die Zusammengehörigkeit unter den Kurden aus und zeigt, dass sie die Einschränkung ihrer Freiheiten und Menschenrechte nicht widerstandslos hinnehmen.
Danach trat die Volkstanzgruppe Koma Dilan auf die Bühne und führte, begleitet von Oboe und Trommel einen kurdischen Tanz auf. Es folgte ein Gedicht, in dem die vier Teile Kurdistans, Norden, Süden, Osten und Westen, vorgestellt wurden. Bei der anschließenden Gedenkminute für die im Kampf für ihre Rechte gefallenen Kurden und der kurdischen Nationalhymne erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen.
Sükrü Güler, der Vorsitzende des KKH, ging in seiner folgenden Ansprache auf die Lage in den vier Teilen Kurdistans ein. Vor 2622 Jahren habe der Schmied Kawa den Tyrannen Zahak besiegt und seinem Volk die Freiheit geschenkt. Doch heute werde das kurdische Volk immer noch unterdrückt: In Nordkurdistan (Türkei) sei der Sprachunterricht für 25 Millionen Kurden in der Schule immer noch verboten. Viele der 2 Millionen Kurden in Westkurdistan (Syrien) seien von ihrem Staat für „nichtexistent“ erklärt worden und hätten nicht einmal Personalpapiere. Ostkurdistan (Iran) sei ein „schwarzer Kasten“: über die Lage dort wisse man fast nichts, weil das Regime, das eine Atombombe baue, keine Nachrichten aus dem Land lasse. Unter einem Krieg gegen Iran werde aber die Bevölkerung leiden. Positiv sei nur die Lage im Irak: der irakische Bundesstaat Kurdistan habe eine frei gewählte Regierung. Der Kampf um Menschenrechte für die Kurden sei nicht nur die Sache einer Partei oder einer Person. Wenn viele sich engagieren, seien Erfolge möglich: Güler verwies auf den Fall der Berliner Mauer, den niemand für möglich gehalten hätte. Dies sei ein Vorbild für die Kurden.
Franz Schulz, Bezirksbürgermeister von Kreuzberg-Friedrichshain, dankte dem KKH für die in vielen Jahren geleistete Arbeit und wünschte weitere Fortschritte für Frieden in Kurdistan und die Partizipation der Kurden in Deutschland.
Es folgte der Auftritt der als warmherzig, humorvoll und hilfsbereit beschriebenen Künstlerin Mizgin, einer 21jährigen Kurdin aus Hamburg. Von Keyboard und Saz begleitet sang sie stimmungsvolle kurdische Lieder.
Anschliessend sprach die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin, Barbara John, zu den Gästen. In Berlin würden viele Neujahrsfeste gefeiert, das kurdische sei eines der stärksten. Dies zeige, daß die kurdische Sache vorangekommen sei. Der gewaltfreie Ansatz des KKH, die Situation der Kurden mit Bildung, Aufklärung und Wissen zu verbessern, werde sich eines Tages durchsetzen. Besonders freute sich Frau John über die Anwesenheit so vieler junger Leute.
Der „Dengbej“ (Sänger) Delil Dilanlar aus Mus (Nordkurdistan) spielte und sang anschließend kurdische Lieder. Er wurde von Saz, Tembur, klassischer Gitarre und Schlaginstrumenten begleitet.
Er
unterbrach sein Programm mit einer kurzen Ansprache.
Danach
sprach der Vorsitzende von KOMKAR EU, Kovan Amedi.
Er hielt seine Ansprache auf kurdisch.
Begleitet von Saz, Tembur und E-Gitarre sang anschliessend Mikail Arslan. Er schreibt seine Lieder in Zazaki, einer von der UNESCO als bedroht eingestuften kurdischen Sprache, die im Nordwesten Kurdistans und im Exil von etwa 2-3 Millionen Menschen gesprochen wird.
Die Moderation konnte anschliessend einige Grussbotschaften verlesen. Sie kamen vom Generalsekretär der PSK, der kurdischen/türkischen Partei HAK-PAR, Vereinen aus Amed (Diyarbakir) und Agri und KOMCIWAN Wuppertal. Auch auf Unterschriftensammlungen gegen den Ilisu-Staudamm und eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Giftgasangriffs auf Halabja am 16. März wurde hingewiesen.
„So scharf wie die Klinge der Soran, so stark wie die Blicke der Berzan“ ist die Stimme von Hasan Sherif, der anschließend auftrat. Zu elektronischem Saz und Keyboard versetzte seine rhythmische Musik den Saal in Tanzlaune, und die Gäste erhoben sich von ihren Plätzen. Mit einem in vielen Gruppen miteinander tanzenden Publikum fand der Abend einen schönen Ausklang.
Durch den Abend führten Medya Kofli und Chaled Berwari.
KONFERENZ
Die armenische national-demokratische Bewegung
und der Genozid von 1915
21. Februar 2010, Sonntag um 14.30 Uhr
Adresse: Werkstatt der Kulturen
Wissmanstr. 32 12049 Berlin U-Bahn Herrmanplatz
Programm:
Dia-Show " Stille Schreie-Verlorene Geschichte"
Dr. Gerayer Koutsharian "Rekonstruktion der Wahrheit"
Recep Marasli Vortrag
Gruppe Dendar
Veranstalter:
KKH e.V./KOMKAR-Berlin, Allmende e.V. , Arbeitsgruppe Anerkennung
Wir bedanken uns bei der
Landeszentrale für politische Bildungsarbeit für die finanzielle Unterstützung

Konferenz und Buchpräsentation zum Thema:
Die armenische national-demokratische Bewegung und der Genozid von 1915)
Der KKH e.V. (Komkar Berlin), die Arbeitsgruppe Anerkennung (http://www.aga-online.org/de/ueberuns/index.php) und der Verein für alternative Migrationspolitik und Kultur Allmende (http://allmendeberlin.al.funpic.de/index2d.htm) luden am Sonntag, dem 21. Februar 2010 zur Präsentation eines Buchs von Recep Marasli über den Völkermord an den Armeniern und die nationale demokratische armenische Bewegung ein. Marasli verbrachte mehr als 16 Jahre in türkischen Gefängnissen und wurde eine Symbolfigur der kurdischen Bewegung. Sein Verlag veröffentlichte viele Beiträge zur kurdischen Geschichte, die immer wieder von türkischen Behörden verboten wurden. Er lebt seit 1999 in Deutschland. Marasli sprach über die Entstehung seines Buches. Er schilderte zunächst, wie er im Gefängnis von Diyarbakir durch Mitgefangene auf die Geschichte der Armenier aufmerksam gemacht wurde. Er stellte daraufhin fest, dass die türkische Geschichtsschreibung, mit der er aufwuchs, von Verfälschungen und Verdrängung gekennzeichnet war. Die türkische Nation entstand nicht im einheitlichen Kampf gegen die westlichen Besatzungsmächte, sondern die nationale Einheit wurde durch die Verfolgung, Assimilierung oder Ermordung anderer Nationen, der armenischen wie der kurdischen, erzeugt. Auch waren die Armenier keine Eroberernation, sondern die indigene Bevölkerung eines Teils von Anatolien. Der Getreidespeicher in seiner Heimatstadt Erzurum, vor dem er als Kind spielte, war bis 1915 eine armenische Kirche. Auf seine Beschäftigung mit dem Schicksal der Armenier reagierten auch kurdische Mitgefangene zunächst verständnislos. Er setzte seine Recherchen aber trotz großer Schwierigkeiten, die durch seine politische Verfolgung bedingt waren, fort. Dabei stellte er fest, dass er sich auf die universitäre Forschung zu diesem Thema kaum verlassen konnte. Nicht nur die türkische, auch die westliche, die alternative und die marxistische Geschichtswissenschaft hätten sich mit den Einzelheiten des Völkermords an den Armeniern und Assyrern bislang nur wenig beschäftigt. Dem stünden auch die Interessen der Oberschichten, der türkischen wie auch der kurdischen, entgegen, diese hätten nämlich vom Völkermord profitiert. Es gelang ihm nach 15 Jahren, das Buch zu vollenden. Er will damit einen Beitrag zu einer wahrheitsgetreuen Geschichtsschreibung liefern und besonders den multinationalen und multireligiösen Charakter der anatolischen Gebiete vor dem Genozid von 1915 herausstreichen.
Ein Kurzreferat von Dr. Gerayer Koutcharian leitete den Vortrag ein. Er betonte, dass eine wahrheitsgetreue Rekonstruktion der Geschichte des Völkermords notwendig ist, weil dieser von der Türkei bis zum heutigen Tag geleugnet wird. Hier hätten auch die Kurden eine Vergangenheit aufzuarbeiten, weil sich auch kurdische Führer (?-ein Name wurde genannt) mit ihren Anhängern beteiligten, insbesondere am Vorgehen gegen die Aramäer des Tur Abdin und die Assyrer von Hakkari. Koutcharian ging auch auf die Rolle Deutschlands beim Völkermord und dem Kampf um dessen Anerkennung ein: Wenn Deutschland offiziell seine Mitschuld durch Wegsehen und unterlassene Hilfe bekennen würde, sei die Position der Türkei schwerer zu halten.
Über die Rolle der Kurden wurde anschliessend kontrovers diskutiert. Es wurde gefordert, den Völkermord von 1915 zum Schulunterrichtsstoff in Deutschland zu machen. Die Veranstaltung wurde von einer Diashow „Stille Schreie- Verlorene Geschichte“ eingeleitet und von der Gruppe „Dendar“ musikalisch umrahmt. Unterstützt wurde sie von der landeszentrale für Politische Bildung.



