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Pressenitteilungen

Empfang zum 35 jährigen Jubiläum 

des Kurdistans Kultur- und Hilfsverein e.V.

 Am 04.12.2009 hat der KKH e.V. (KOMKAR-Berlin)  am Paul-Lincke-Ufer 44a mit einer Festveranstaltung mit hochkarätigen Gästen aus Politik und Sozialebene sein 35. jähriges  Jubiläum gefeiert.

Um kurz nach 18.00Uhr begrüßte Herrn Dr. med. Sükri Güler (Vorstandsvorsitzender) die zahlreich erschienenen Gäste mit einer Rede. Er erzählte über die Anfangszeit der ersten Immigranten, die nach Berlin kamen, um hier eine Heimat ohne Krieg und Angst zu finden und diese auch gefunden haben. Durch den KKH e. V. hatten und haben immer noch kurdische Einwanderer die Möglichkeit ihre kulturellen, politischen und nationalen Werte zu entfalten und gleichzeitig den Kurden in den Krisenregionen zu helfen, indem sie z.B. damit in die Öffentlichkeit gehen. Anschließend bat er um Aufmerksamkeit für die Folkloregruppe Koma Dîlan um der Feier gleich zu Beginn einen Hauch kurdischer Kultur mitzugeben.

Um 18:30 Uhr hielt die Vorsitzende des Landesverbandes Berlin der Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Frau Prof. Barbara John eine Rede.

Sie beglückwünschte KKH e.V. zum 35-jährigen Bestehen und ging in ihrer Rede auf die verlässliche und nachhaltige integrative Vereinsarbeit des KKH e.V. ein. Auch sprach sie die Schwierigkeit der Beschaffung finanzieller Mittel für Vereine an und hofft auf eine baldige Besserung.

 Anschließend ergriff Herr Günter Piening, der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration, das Wort und bedankte sich für die erfolgreiche Integrationsarbeit des KKH e.V. und gratulierte zum 35-Jährigen Jubiläum.

In seiner Rede ging Herr Piening darauf ein, dass Kurden keine Minderheit darstellen, jedoch es sehr schwer ist einzuschätzen wie viele Kurden es in Deutschland und Berlin gibt.

 Der Bürgermeister der Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg, Herr Dr. Franz Schulz, bezeichnete in seiner Rede den Kurdistan Kultur- und Hilfsverein e.V. als „Urgestein“ der Berliner Migrantenszene und bedankte sich bei den Mitarbeitern und Mitglieder des Vereines für die Offenheit und die Angebote des Vereines.

 

Nach dem Kreuzberger Bürgermeister hat der Bundestagsabgeordnete von den Grünen Herr Hans-Christian Ströbele auch eine Rede gehalten. Er sagte, dass er  sich vor den Wahlen mit kurdischen Organisationen in Berlin  getroffen und deren Problemen zugehört habe.  In seiner Arbeit im Außenausschuss will er sich mit Vertretern der türkischen Regierung treffen und sich dafür einsetzten, dass das Kurdenproblem friedlich und demokratisch gelöst werden soll. Die 35 jährige Arbeit des Vereins schätze er sehr, fügte Ströbele hinzu.

 Neben Rednergästen wurde der KKH e. V. ebenfalls mit Lob und Gratulation beschert durch Herrn Dr. Faki (Ärztevereinigung) und Herrn Sêfqui Îssa (Deutsche Yeziden Förderation). Schließlich wurde von Frau Hetav Tek (Vorstandsvorsitzende von DJO Deutsche Jugend Organisation und KOMCIWAN Kurdischer Kinder- und Jugendverband e. V.) die Grußbotschaft vom KOMKAR EU vorgelesen.

 Nachdem die Reden gehalten wurden, gab es noch einen kurzen Einblick in die Projekte des KKH e.V. Derzeit werden viele verschiedene Projekte durchgeführt, wie z.B. PBF- das Projekt zur Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen, das seit 1990 besteht und bietet ein zehnmonatiges Programm zur Vorbereitung auf Berufe im medizinische, pflegerische, und sozialen Bereich.

Unter anderem gibt es  das Projekt „Motivation- Erfolgreich zum Schul- und Ausbildungsabschluss“, „Hilfe bei der Jobsuche für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge“, die Kindertagesstätte „Hêlin“, das Projekt „Soziale und gesundheitliche Integration von Flüchtlingsjugendlichen und vieles mehr.

Nach der Vorstellung der Projekte bedankte sich KKH e.V.  bei dem Mitarbeiter Herrn Volker Sommer für die jahrelange vertrauliche Zusammenarbeit. Er wäre ein Fels in der Brandung.

 Um das langjährige und erfolgreiche Bestehen zu feiern, hat der KKH e.V. weitere, etwa 200 Gäste eingeladen. Unter anderem waren bekannte Persönlichkeiten, wie der ehemalige PSK- Vorsitzender, Autor, Dichter und Künstler Herr Kemal Burkay präsent. Auch waren Dilshad Barzani (Vertreter der Regionalregierung Kurdistan-Irak in Berlin), Mehmet Kilic, Bündnis90/Die Grünen  MdB, Mechthild Rawert SPD/MdB,  sowie, der Abgeordnete Giyasettin Saydan, Migrationspolitische Sprecherin Kadriye Karci, vom DPW Margret Pelkhofer-Stamm und M.  Bodrow, Baran Riza von der kurdischen Gemeinde e.V., Mieste Hotopp-Riecke von der Gesellschaft für bedrohte Völker, sowie vom  Amira e.V. Gabriel Freville anwesend.

 Kurz nach 19 Uhr wurde dann das Büffet, mit vielfältigen, kurdischen Gerichten eröffnet. Im Gesamten hatte der erfolgreiche Abend einen kommunikativen, fröhlichen und multikulturellen Ausklang.Genau das repräsentiert der Kurdistan Kultur- und Hilfsverein e. V. .
Wir hoffen auf weitere bedeutende 35 Jahre!

 

35 Jahre aktiv für Integration /  Kurdistan Kultur- und Hilfsverein feiert Vereinsjubiläum

 Seit 35 Jahren hat sich der Kurdistan Kultur- und Hilfsverein (KKH e. V.) erfolgreich für die Integration von Migrantinnen und Migranten in Berlin stark gemacht. Toleranz, Offenheit und Vielfalt sind die Kennzeichen seiner Arbeit. Mit einer Festveranstaltung mit hochkarätigen Gästen aus Politik und Sozialleben wird der Verein dieses Jubiläum am Freitag, 4.12.2009, feiern.


Die Ausrichtung des KKH e.V. hat sich gewandelt. Bei seiner Gründung hatte sich der Verein vor allem für seine Landsleute und deren Integration in die deutsche Gesellschaft eingesetzt. Im Mittelpunkt standen neben der Beratung vor allem der Erhalt der kurdischen Kultur, Sprache und Traditionen. Darüber hinaus sollte die Öffentlichkeit für die Belange der Kurden sensibilisiert werden. Heute ist der Verein ein moderner Dienstleister, der Bildungsangebote für Menschen aus allen Migrantengruppen macht. Der Vorstandsvorsitzende Dr. med. Sükri Güler bekräftigt: „Wir unterstützen Menschen aus allen Kulturen. Menschen, die unsere Hilfe brauchen, für die sind wir da.“

Angeboten werden Deutschkurse, Integrationskurse, Kurse für Flüchtlingsjugendliche und vieles mehr. In Zukunft möchte der Verein auch durch die Ausrichtung von Tagungen und Kongressen Position beziehen und die Integration von Migrantinnen und Migranten voran bringen. Der KKH e.V. hat immer seine Stimme erhoben, wenn es galt für deren Rechte einzutreten. Grundlage dieser Meinungsäußerungen waren stets demokratische Strukturen.

 

Der Verein empfängt die Gäste der Jubiläumsfeier stolz in den eignen Arbeitsräumen am Paul-Linke-Ufer, wo sich die Mitarbeiter  tagtäglich für die Rechte der Migrantinnen und Migranten einsetzen. Hier, an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln, mitten im sozialen Brennpunkt ist der Verein und sind auch viele der Klienten zuhause. Hier ist auch die Notwendigkeit einer solchen Institution an jeder Ecke spürbar. Jeden Tag erleben die Mitarbeiter die Nöte der Menschen, die zu ihnen kommen, geben Auskunft und vermitteln in Kursen die Kenntnisse, die es ermöglichen am Leben in dieser Gesellschaft aktiv teilzunehmen.

 

Der Verein betreibt auch den Kinderladen ‚Helin’. ‚Helin’ ist kurdisch und bedeutet Nest. Dieses Nest befindet sich in der Nogatstraße in Neukölln, einem weiteren sozialen Brennpunkt. Gegründet wurde sie von kurdischen Eltern als interkulturelle Einrichtung. Das Konzept lautet, dass deutsche, kurdische und Kinder aus allen Migrantengruppen gemeinsam spielen und lernen. Kurdische Kultur und Traditionen werden vermittelt. Bereits kurz nach der Gründung kam Volker Sommer als Leiter in diese Einrichtung, jetzt ist er bereits seit 18 Jahren dabei. Eine deutsche Leitung für eine Kita, die sich die Erhaltung der kurdischen Kultur auf die Fahnen geschrieben hat, ist das ungewöhnlich? Für Volker Sommer ist das nur ein Beleg dafür, wie tolerant und weltoffen der KKH e.V. ist.

 

Vorstandsvorsitzender Dr. Güler sieht eine Verpflichtung für den Verein, auf diesem Weg weiter zu gehen: „Wir stehen für zwischenmenschliche Beziehungen, für Solidarität, für Verständigung. Wir werden auch in Zukunft mit Energie, Kraft und Verstand dafür weiter arbeiten. Für uns ist das eine Pflicht in Berlin und in Deutschland etwas beizutragen, denn wir haben hier Frieden gefunden. Wir hatten ja kein Zuhause. Durch diese demokratischen Strukturen sind wir frei und fühlen uns Zuhause. Und deshalb möchten wir für diese Gesellschaft beitragen was wir können.“

 

Die Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtverbandes Berlin und frühere Ausländerbeauftragte Professor Barbara John gehört auch zu den Rednerinnen zur Feier des Jubiläums. Sie kennt und schätzt die Arbeit des KKH e. V. seit vielen Jahren: „Wenn die Kinder und Enkelkinder kurdischer Einwanderer nun Polen oder Russen in Deutsch unterrichten, dann zeigt das die Selbstverständlichkeit und das Angekommensein in der Gesellschaft.“

 

Die Generation der Mütter und Väter der heutigen Mitarbeiter kam einst nach Berlin auf der Suche nach einer Heimat, in der sie ihre Kultur, Traditionen und Sprache leben können. Ihre Kinder sind angekommen in der Gesellschaft. Sie sprechen neben kurdisch fließend deutsch, haben eine Ausbildung und helfen durch ihre Arbeit beim Kurdistan Kultur- und Hilfsverein (KKH e.V.) anderen Migrantinnen und Migranten bei der Integration. Dieses Beispiel gelungener Integration gilt es jetzt zu feiern.

Besondere Verdienste bei der Integration kurdischer Berlinerinnen und Berliner geehrt

Für sein jahrzehntelanges, beispielhaftes und außergewöhnliches Engagement zur Betreuung und Integration von Kurdinnen und Kurden in Berlin wurde Dr. Sükrü Güler mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Heidi Knake-Werner überreichte die hohe Auszeichnung im Auftrag des Bundespräsidenten am 13. Februar 2008 in den Räumen des Kurdistan Kultur- und Hilfsvereins e.V. (KKH).

Dr. Güler kam Anfang der siebziger Jahre zum Medizinstudium nach Berlin. 1974 gründete er mit anderen Studenten und Arbeitern den ersten kurdischen Verein in Deutschland, den Kurdistan Kultur- und Hilfsverein e.V. (KKH) Dort – inzwischen als Vorstandsvorsitzender – sowie im kurdischen Ärzteverein engagiert er sich seitdem ehrenamtlich in besonderer Weise. Der KKH ist mittlerweile zu einer beliebten Anlaufstelle für die rund 70.000 in Berlin lebenden Kurdinnen und Kurden geworden. Er bietet Informationen und Beratung sowie Sprachkurse, Projekte für Frauen verschiedener Nationen und ein Projekt zur Resozialisierung straffällig gewordener Jugendlicher. Außerdem betreibt er eine Kindertagesstätte, in der deutsche und kurdische Kinder gemeinsam betreut werden.

Auch als Arzt in seiner Kreuzberger Praxis leistet er ehrenamtliche Hilfe. Er ist dort nicht nur Mediziner, sondern darüber hinaus Sozialarbeiter und Übersetzer.

kkh



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